Getränkedosen richtig recyclen und entsorgen

Durch richtige Entsorgung erreicht die Dose eine 99% Recyclingrate

Dank Neuregelung sowie Vereinheitlichung des Pfands und den entwickelten Recyclingverfahren erhielt die Getränkedose in den letzten Jahren einen nachhaltigen Aufschwung.

Wie Getränkedosen heute fachgerecht entsorgt werden, erfahren Sie hier!

Dosen entsorgen und recyceln

Mit der Erfindung der Dose eröffnete sich ein neuer moderner und innovativer Weg, Nahrungsmittel zu lagern und zu transportieren.

Dank Neuregelung sowie Vereinheitlichung des Pfands und den entwickelten Recyclingverfahren erhielt die Getränkedose in den letzten Jahren einen nachhaltigen Aufschwung.

Wie Getränkedosen heute fachgerecht entsorgt werden, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Wir geben Ihnen einen Überblick über die Geschichte der Dose und ihrer Vorteile. Außerdem erfahren Sie, wie nachhaltig das Recycling der Getränkedosen ist.

 

Die Geschichte der Getränkedose

Im Januar 1935 kam in den USA die erste Getränkedose, gefüllt mit Bier, auf den Markt. Erst 1951 gelangten Getränkedosen auch nach Deutschland. Seither werden sie stetig weiterentwickelt.

Zuerst wurde ausschließlich Weißblech für die Herstellung der Dosen verwendet. Ende der 1950er entdeckte man Aluminium als Material. Immer wieder gerät die Dose, wie wir finden zu Unrecht, in die Kritik von Umweltschützern. Denn die Recycling-Quote liegt in Deutschland bei über 99%, das macht die Dose zu einer ressourcenschonenden Alternative gegenüber anderen Getränkeverpackungen. Sie ist besonders dünnwandig und durch ihre Leichtigkeit auch besonders gut geeignet für lange Transportstecken, die Verpackung macht lediglich drei Prozent des Endproduktes aus.

Besonders die junge und aktive Zielgruppe schätzt die Getränkedose als hochwertige Verpackung, die bequem unterwegs konsumiert werden kann.

 

Vorzüge der Getränkedose auf einen Blick

  • Sie ist klein, leicht und gut stapelbar und damit nicht nur die perfekte Begleitung im Alltag, sondern auch ein Logistikwunder
  • Große Kommunikationsfläche und Displaystärke für Ihre Marke.
  • Getränk wird vor Licht und Sauerstoff geschützt und ist länger haltbar.
  • In einer Metalldose bleibt der Inhalt länger kühl.
  • Individuelles Gebinde je nach Konsumsituation verspricht Erfrischung pur.

 

Wissenswertes über Getränkedosen

  1. Die Getränkedose ist die einzige absolut dichte Getränkeverpackung.
  2. Seit 2005 erlebt die Getränkedose ein Revival. 2018 wurden bereits wieder 3,2 Milliarden Stück verkauft.
  3. Getränkedosen können zu über 99 % recycelt werden.
  4. Stündlich werden weltweit 9 Millionen Getränkedosen recycelt.
  5. Recycling einer Getränkedose spart 95 % der Energie einer Neuproduktion ein.

 

Recycling von Dosen aus Aluminium und Weißblech

Mit Pfand können Getränkedosen dem Recyclingprozess zugeführt werden. Laut GVM, der Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung, beträgt die Recyclingrate bei einer Dose aus Aluminium 98,9 % und bei einer Stahldose sogar 99,6 %.

Bei Aluminium und Weißblech – besonders dünnes Stahlblech mit einer zinnbeschichteten Oberfläche – handelt es sich um wertvolle Rohmaterialen. Beide werden als „permanentes Material“ bezeichnet. Solche Rohstoffe schließen die zur Herstellung eingesetzte Energie wie ein Tresor ein. Darum benötigt man für alle weiteren Kreisläufe wie etwa das Recycling nur noch eine sehr kleine Menge an Energie. „Permanente Materialien“ können ohne Verlust der grundlegenden Eigenschaften unendlich oft recycelt werden. Mit dieser ökologischen Bilanz hält keine andere Verpackung mit.

 

So funktioniert das Recycling von Dosen

Der Weg von der gebrauchten Recyclingdose bis zu einer neuen dauert etwa 60 Tage. Nachdem der Verbrauchende die Getränkedose zum Pfandautomaten gebracht hat, werden die Verpackungen in einem Recyclingbetrieb sortiert.

 

Aluminium-Dosen

Aluminium unterscheidet man in Primär- und Sekundäraluminium. Letzteres entsteht beim Recycling. Deutschland konzentriert sich vor allem auf die Nutzung von Sekundäraluminium, aber für den Recyclingkreislauf ist die Unterscheidung nicht relevant.

Nach der Sammlung der Aluminium-Dosen werden diese geschreddert und von Fremdstoffen gesäubert. Anschließend kommt das Aluminium zum Schmelzen in den Trommelofen. Aus der erhitzten Masse werden Barren geformt. Nach der Walzung sind die Aluminiumbänder für die Herstellung von neuen Getränkedosen bereit.

 

Weißblech-Dosen

Weißblechschrott wird nach dem Pressen eingeschmolzen. Farben, Lack und Zusätze verbrennen und Rohstahl bleibt übrig. Der Rohstahl wird zum Stahlwerk geliefert, das Weißblech bei circa 1.600 °C einschmilzt und dann zu Stahlblöcken, den Brammen, gießt. Mit Walzanlagen entstehen hauchdünne Stahlbänder, welche die Grundlage für die Weiterverarbeitung zu Weißblech bilden. Sie werden auf Coils gewickelt und an Getränkedosenwerke geliefert, die daraus neue Dosen produzieren.

 

Nachhaltigkeit bei Getränkedosen

Die Kritik der Umweltschützer sorgte für ein Umdenken in der Getränkeindustrie. Durch die Wiederverwendung sinkt der Ressourceneinsatz, der Energieaufwand und der CO2-Ausstoß enorm. Gerade Metalle wie Aluminium und Stahl lassen sich hervorragend recyceln und bieten somit eine ökologische Alternative bei Getränkeverpackungen, die endlos verfügbar ist.

Deutschland ist sehr um eine hohe Recycling-Quote bemüht. Auch RHODIUS leistet mit einem nachhaltigen Konzept seinen Beitrag zum Umweltschutz und einer ressourcenschonenden Produktion. Außerdem kann inzwischen deutlich weniger Material für die Herstellung von Getränkedosen eingesetzt werden. Denn die Wandstärke einer 0,33-Liter-Dose beträgt nur noch 0,06 Millimeter und ist somit dünner als ein Haar.

 

Vorteile von Recycling auf einen Blick

  • Es werden kaum bis keine neuen Rohstoffe benötigt.
  • Wiederverwendung von bereits verarbeiteten Rohstoffen.
  • Beim Recycling wird deutlich weniger Energie eingesetzt.
  • Optimale Nutzung von wertvollen Rohstoffen.
  • Der CO2-Ausstoß verringert sich enorm.
  • Die Umwelt wird weniger belastet.